In der letzten Episode haben wir die Dunkle Nacht der Seele nach Johannes vom Kreuz als Ganzes behandelt, um sie von Depression abzugrenzen, zu erörtern, was sie eigentlich ist und ihre Symbolik („Nacht", „das Haus", etc.) auszudeuten. ➡️ Dieser Basis Beitrag zu Johannes' Werk befindet sich hier Es zeigte sich, dass die Dunkle Nacht zunächst wie eine Krise oder ein Hindernis erscheint. Sie ist jedoch weitaus mehr als „dunkel". Denn sie ist eine Möglichkeit, ins göttliche „Licht" zu gelangen. Die „Dunkle Nacht" ist nach Johannes' Verständnis kein zufälliges Ereignis oder eine selbstgewählte Askese, sondern eine tiefgreifende, von Gott initiierte Transformation. Theologische Konzeption und spiritueller Zweck der „Dunklen Nacht" Die „Dunkle Nacht der Seele“ ist eine Zeit der spirituellen Hoffnungslosigkeit oder gar Bedrängnis. Den Begriff gab uns Johannes vom Kreuz, ein spanischer Karmelitenmönch des 16. Jahrhunderts. In allen seiner bis heute erhalte...
Von Johannes vom Kreuz zur modernen Sinnkrise: Zwischen Mystik, Psychologie und existenzieller Tiefe